Home | Kontakt | Login | Suche
 
info Veranstaltungsrückblicke


VÖK-Vortragsabend mit Stipendenverleihung am 21. November 2017

Vortragsthema:
"Die Jahrhundertaufgabe - Ressourceneffizienz mit Kunststoffen und Kunststofftechnik"

Referent:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten, Institut für Kunststofftechnik, Stuttgart



Die Eröffnung des Vortragabends erfolgte durch den VÖK-Präsidenten Herrn Dr. Michael Pöcksteiner, wobei der Abend mit der Verleihung der VÖK-Stipendien, an die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler der TGM-Kunststofftechnik, begann.

Die von der Industrie gesponserten Stipendien erreichten heuer einen Wert von über 15.000 €, was als ein deutliches Zeichen für die Würdigung der Ausbildung und der Leistungen seitens der Industrie erachtet werden kann.

Herr Peter Graser, Schüler des fünften Jahrganges der Abteilung für Kunststofftechnik, bedankte sich namens aller Stipendienempfänger und betonte, dass diese Unterstützung sehr geschätzt werde.

Den Vortrag des Abends gestaltete Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten vom Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart.

Obwohl die Universität Stuttgart kein reines Kunststofftechnikstudium anbietet, nehmen bereits über 600 Studenten an der Einführungsvor-lesung teil. Die beweist einmal mehr die Bedeutung der Kunststoff-technik, sowie deren Interdisziplinarität, nehmen doch Studenten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen, wie Bauingenieurwesen, Elektromobilität, EnergietechnikLuft- und Raumfahrttechnik, wie auch aus dem Maschinenbau, der Werkstofftechnik und der Medizintechnik an der Vorlesung teil.

In seinem Vortrag führte Univ.-Prof. Bonten diese breite Bedeutung der Kunststoffe dar und zeigte anhand der globalen Ressourcen-ver(sch)wendung, welche Notwendigkeit für den Einsatz von Kunststoffen besteht. So ermöglichen Dämmungen und der kunststoff-spezifische Leichtbau die Reduktion des CO2 Ausstoßes, sowie die Energieerzeugung zum Beispiel mittels Geothermie, Wind- und Wasserkraft.

Um hierbei einen "Rebound-Effekt“, also die Verschwendung der eingesparten Energie aufgrund der erreichten Einsparung zu vermeiden, stellt Univ.-Prof. Bonten die Theorie auf, dass politische Regulierungen eine Notwendigkeit zur fortschreitenden Energieeinsparung erzeugen müssen.

So werde kostengünstige Energie, aufgrund geringer Verbrauche oftmals durch einen zusätzlichen Verbrauch verschwendet. Hier könne die Politik mit steigenden Kosten Druck ausüben, um die finanzielle Ersparnis zu minimieren. Die erzielte Ressourcenschonung wäre somit nachhaltiger.
Mögliche Verbesserungen sieht Univ.-Prof. Bonten in der Steigerung der Maschinen- und Arbeitseffizienz, durch die Entkopplung der Brutto-inlandsprodukte vom Primärenergieverbrauch und der Erhöhung der Material- und Energieeffizienz.

Im Anschluss an den Vortrag fand noch eine interessante Diskussion hinsichtlich der Ressourcennutzung statt, welche sicherlich auch noch beim abschließenden Abendessen, zu dem die VÖK einlud, fortgeführt wurde.

Bericht von Frau Anna-Maria Monks




Vom 27.09.2017












 


website by  Ostry &  Partner /  br-design