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VÖK-Vortragsabend, 21.März 2017 - Firma PLASTRON SAS + Pointner & Rothschädl GmbH

"Optimierung von Zykluszeiten und Gewicht beim Spritzgussprozess"
Referent: Jürgen Keilert, Président der Firma Plastron SAS, Frankreich



Zykluszeitreduzierung durch Einsatz von Nukleierungsmitteln,
Gewichts- und Energiereinsparung durch Treibmittel Fa. Plastron SAS

Die Eröffnung des Abends durch VÖK-Präsident KommR Dr. Michael Pöcksteiner hatte zu Beginn der heurigen VÖK-Vortragsreihe leider eine traurige Nachricht zum Inhalt. Herr Ing. Oswald Hofmann, ein langjähriges Vorstandsmitglied der VÖK, Rechnungsprüfer der GFKT und Inhaber der goldenen VÖK- Ehrennadel verstarb Ende Jänner 2017.
Herr Ing. Hofmann war ein wahres Mitglied der Kunststofffamilie und die Betroffenheit der anwesenden Gäste war demnach verständlich und deutlich zu spüren.

Nach dieser traurigen Eröffnung dürften die Gäste gespannt auf die Ausführungen der Firma Pointer und Rothschädel hoffen.

Pointer und Rothschädel ist Partner von Plastron SAS, welche Hauptvortragende an diesem Abend waren. Sie sind ein mittelständig großes Handelsunternehmen, welche sich mit Kunststoffrohstoffvertrieb und dessen Verarbeiter und Anwendern beschäftigt.

Unter dem Motto „Zeit ist Geld“ eröffnete Herr Keilert von der Firma Plastron SAS den Hauptvortrag. Wie jeder Kunststoffverarbeiter weiß, so entspricht dieses Motto durchaus der Wahrheit im Bezug auf die Zykluszeit. Und genau darum ging es im Grunde auch, die Reduzierung der Zykluszeit und auch Einsparungen bei Gewicht und Energieverbrauch durch Nukleierungs- und Treibmittel.

Nukleierungsmittel bieten eine ganze Reihe an prozesstechnischen Vorteilen, welche auf den ersten Blick vielleicht nicht gleich offensichtlich sind. So ist es durch den Einsatz dieser Additive nicht nur möglich die Zykluszeit zu verringern, sondern auch Materialaufwand durch geringeres Gewicht und auch Energiekosten, aufgrund geringerer Verarbeitungstemperaturen, zu erreichen. Desweiteren kann man die benötigte Schließkraft bis zu 50 % reduzieren, wodurch in vielen Fällen eine kleinere Maschine verwendet werden kann und es zu Kostenersparnissen kommt.

Trotz der vielen Einsparungen kommt es beim Produkt zu keinerlei Qualitätsverlusten, denn die Oberflächenqualität und auch die mechanischen Anforderungen bleiben bei korrekter Dosierung und Prozessführung unbeeinflusst.
Demnach ist es erforderlich nicht zu viel Treib- oder Nukleierungsmittel einzusetzen, denn jeder Kunststoff kann nur eine begrenzte Gasmenge aufnehmen. Mehr als 0,7 % Additivkonzentration führen bereits zu schlechteren Eigenschaften. Eine signifikante Reduktion des Formteilgewichtes oder eine weitere Optimierung der Formteileigenschaften ist bei höheren Konzentrationen aber ohnedies nicht möglich.

Die Verwendung chemischer Treibmittel bietet ferner auch Vorteile hinsichtlich der Investitionskosten, wie Herr Keilert ausführte. Denn wer mit physikalischen Treibmitteln arbeitet, ersetzt einen hohen Anteil des Kunststoffs durch Gas, was oftmals zu verringerten mechanischen Eigenschaften und mangelhaften Oberflächenqualitäten führt.
Bei der Verarbeitung von Treibmitteln ist jedoch die Verwendung einer Nadelverschlussdüse zu empfehlen, die treibmittelbeladene Schmelze nicht bereits im Zylinder aufschäumt.

Bericht von Frau Jasmin Weilinger


Dokument:   VÖK_21032017_Weilinger.pdf   


Vom 31.03.2017







 


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