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Festlicher VÖK-Vortragsabend der Firma ARBURG GmbH am 1. Dezember 2015

mit Verleihung der Goldenen VÖK-Ehrennadel und Verleihung des Ernst Schmitz-Preises 2015


Der letzte VÖK-Abend des Jahres, am 01. Dezember 2015, fand im gewohnt festlichen Rahmen des Palais Eschenbachs statt und bot traditionell eine Vielzahl an Programmpunkten.

Der Abend wurde von KommR Ing. Leopold Katzmayer eröffnet, welcher gleich das Wort an den frisch gewählten neuen Präsidenten des Verbandes der österreichischen Kunststoffverarbeiter Dr. Michael Pöcksteiner übergab. Dieser präsentierte das Ergebnis der Wahlen des Präsidiums und der Vorstandsmitglieder für die Periode 2015-2017. Als Überraschung wurde Herrn Katzmayer die Ehrenmitgliedschaft der VÖK überreicht.

Der zweite Veranstaltungsblock war der Verleihung der Goldenen Ehrennadel der VÖK an Herrn Heinrich Puzelik, der diese für sein Lebenswerk erhielt, gewidmet. Er ist einer der Mitbegründer der VÖK und hat durch eine Reihe innovativer Entwicklungen die österreichische Kunststoffbranche mitgestaltet. Für die weltweit erste Spritzgießform für eine Flaschenkiste, bekam er schließlich 1964 den österreichischen Staatspreis.

Im Anschluss verlieh der Abteilungsvorstand der TGM-Kunststofftechnik DI(FH) Klemens Reitinger MSc den Ernst-Schmidts-Preis an Herrn Thomas Mallinger BSc. Die Gesellschaft zur Förderung der Kunststofftechnik (GFKT) würdigt mit der Verleihung Herrn Mallingers Tätigkeit in der Kunststoffbranche und möchte junge Technikerinnen und Techniker für ihren beruflichen Weg ein Ansporn sein. Als Absolvent der TGM-Kunststofftechnik steht Herr Mallinger heute, wie auch in vergangener Zeit, in enger Verbindung mit dem TGM. Herr Mallinger bedankte sich anschließend für den Preis mit einer großartigen Dankesrede.

Den Fachvortrag des Abend gestaltete die Firma Arburg, wobei Herr Michael Vieth ins Thema „Industrie 4.0“ überleitete. In seinen interessanten Ausführungen ging es um den Wettbewerbsvorteil von vernetzen Produkten, zu deren Herstellung jedoch einige Faktoren berücksichtigt werden müssen.

Heutzutage werden kundenspezifische Produkte und eine große Variantenvielfalt gefordert, die nur mit Hilfe der „4 Revolution“ umgesetzt werden können. Diese brachte Techniken hervor wie"CyberPhysicalSytem’s“ (Informationstechnologie trifft Maschine) und „Internet der Dinge“ (Vernetzung von Gegenständen via Internettechnologie). All diese Komponenten können helfen, ein kundenspezifisches, also bis zur Losgröße 1 hochindividualisiertes, Produkt zu erhalten.

Eine Versuchsreihe der Firma Arburg beim Anwendungsbeispiel Lichtschalterwippe zeigte vollen Erfolg. Auf Kunststoffmessen hatten Besucher die Möglichkeit einen Lichtschalter mit ihrem persönlichen Design zu produzieren. So konnte eine Chipkarte personalisiert werden (Schriftzug auf Lichtschalteroberfläche, Name,…), welche anschließend an einer Spritzgussmaschine eingelesen, und somit der noch einheitliche Teil gefertigt werden konnte. Das spritzfrische Produkt ließ sich an einem 3D-Drucker weiter bearbeiten, der den zuvor mittels QR-Code am Produkt hinterlegtem persönlichen Schriftzug auf die Produktoberfläche aufdruckte. Zum Schluss wurde der individualisierte Lichtschalter in einer Verpackung, welche ebenfalls das individuelle Design aufwies abgelegt.

Industrie 4.0 erfordert jedenfalls ein Umdenken und ein spezifisches Datensicherungssystem. Sind diese Speicherkapazitäten und Ressourcen verfügbar, so biete das System höchste Flexibilität, eine effiziente Produktion von Kleinserien und maximale Rückverfolgbarkeit.

Nach den am Ende des Vortrages zahlreich zu beantwortenden Fragen lud die Firma Arburg zu weiteren zahlreiche Fachgesprächen bei einem gemütlichen und vorweihnachtlich eingestimmten kulinarischen Ausklang des Abends ein.

Bericht von Sebastian Hummer 4BHKT
Fotorechte: Wilfried Gredler-Oxenbauer, Wien




Vom 15.12.2015













 


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