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VÖK-Vortragsabend am 21. April 2015 - Firma ENGEL AUSTRIA GmbH

Kunststofftrends im Spritzgießen

Referent: Heinz Rasinger, Vice President Business Unit Teletronics



Zum Vortragsabend am 21.04.2015 im Palais Eschenbach begrüßte der VÖK-Präsident Herr Katzmayer die zahlreichen Gäste des Abends.

Herr Heinz Rasinger eröffnete anschließend im Namen der Firma Engel seinen Vortrag zum Thema Kunststofftrend im Spritzgießen, in welchem er über wesentliche Technologien und Marktfelder informierte.

Als einen Zukunftsmarkt beschrieb Herr Rasinger die Teletronic. Diese Technik beschäftigt sich mit der Erzeugung von flexiblen Displays für Handys oder TV-Geräte. Realisiert wird die technologische Fertigung dieser Displays mit einem speziellen Wendeplattenverfahren, welches die Herstellung leitfähiger Folien gestattet.

Von weiterer Bedeutung sieht die Firma Engel das MuCell-Verfahren, welches eine Art des Schaumspritzgusses repräsentiert. Hierbei wird das verflüssigte Treibgas direkt in die Plastifiziereinheit eingeleitet. Gegenüber herkömmlichen Verfahren zeichnet sich diese Technologie durch ihre hohe Präzision, die geringere realisierbare Teilemasse und ihre Wirtschaftlichkeit aus. Anwendungen sind beispielsweise in der Klimatisierungstechnik zu finden.

Die Clearmelt-Technologie ist ein Verfahren, bei dem Bauteile mittels Folienhinterspritzen für den Automobil- und Mobilfunkbereich mit besonders attraktiven Dekoren versehen werden können.

Auch die Variomelt-Technologie bietet die Möglichkeit die Oberflächen von Spritzgießteilen zu veredeln. Anwendung findet diese beispielsweise für die Ausformung feinste Strukturen und Oberflächen im Elektronikbereich (E-Books).

Unter dem Begriff Sensitive Surface bezeichnet Engel ein Verfahren welches Kunststoffteile mit integriertem Touchpad erzeugt. Dies ist möglich durch die Hinterspritzung eingelegter Folie. Diese Folien werden hierbei vorab mit einer aufgedruckten Schaltung versehen und finden Anwendung für tastenlose Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel Waschmaschinen.

Eine weitere Neuheit stellt die Organomelt-Technologie dar. Ähnlich dem Organoblech wird auch hierbei ein faserverstärkter Kunststoff durch Infrarotstrahlung erhitzt, umgeformt und danach umspritzt.

Ein ebenfalls für die Faserverbundherstellung bedeutsames Verfahren ist HD-RTM. Mit diesem Verfahren können Glasfaser- oder Kohlefaservorformlinge imprägniert werden. Die erzielbare Teilekomplexität ist hierbei vergleichsweise hoch.

Abschließend wurde nochmals aufgezeigt, dass vollautomatische Maschinen die Zukunft des Spritzgusses darstellen, zumal sich diese durch eine hohe Wirtschaftlichkeit auszeichnen. Dies wurde an einem Beispiel für Flaschenverschlüsse verdeutlicht. Durch den Einsatz einer vollelektrischen Maschine können hierbei, im Vergleich zu hydraulischen Spritzgießmaschinen, bis zu 61 % Energie eingespart werden.

Clemens Popek, 4A HKT






Vom 11.05.2015







 


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