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VÖK-Vortragsabend am 2.Dezember 2014 - Firma ARBURG GmbH

Der vorweihnachtliche VÖK-Vortragabend, am 02.12.2014, wurde dieses Jahr durch die Firma Arburg gestaltet. Das Thema „Neues Additives Fertigungs-verfahren“, welches die neue Prototypenmaschine, den Arburg-Freeformer behandelte, bot hierzu einen äußerst vielversprechenden Beitrag für den letzten VÖK-Abend dieses Jahres. Das große Interesse an diesem Thema spiegelte sich nicht zuletzt in dem diesmal besonders gut gefüllten Festsaal wieder.


Als mit Sicherheit ebenfalls für das hohe Interesse anzuführender Grund dürften aber auch die beiden zu Beginn des Abends vergebenen Auszeichnungen gewesen sein. So wurden im Rahmen des festlichen VÖK-Abends, in gewohnter Tradition, die Goldene VÖK- Ehrennadel und der Ernst Schmitz-Preis verliehen.

Die Goldene VÖK-Ehrennadel, verliehen für besondere Bemühungen um die Kunststoffindustrie, wurde an Herrn FH-Prof. h.c. Mag. Dr. Wolfgang Stadlbauer verliehen. Die Laudatio hielt Herr Diplom-Chemiker Karl Rametsteiner, selbst Träger der Goldenen VÖK-Ehrennadel und der Hermann Mark Medaille.

Die Überreichung der VÖK-Ehrennadel nahm Herr Prof. KommR Dkfm. Dr. Ernst Pöcksteiner vor. Als besondere Verdienste und Gründe für die Verleihung wurden das von Herrn Dr. Stadlbauer gegründete Transfercenter für Kunststofftechnik (TCKT) in Wels und seine fortgesetzten Bemühungen in der Ausbildung, welche sich insbesondere in seiner Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Oberösterreich wiederspiegelt, angeführt.

Den diesjährigen Ernst Schmitz Preis bekam Herr Dipl. Ing. Wolfgang Roth verliehen. Der Abteilungsvorstand der tgm-Kunststofftechnik und Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Kunststofftechnik (GFKT) Herr Dipl.-Ing. Klemens Reitinger MSc hob vor der Verleihung die Bedeutung des Ernst Schmitz-Preises hervor.

Der Ernst Schmitz Preis wird im Andenken an seinen Namensgeber Ernst Schmitz, dem großen Pionier der Ausbildung von Ingenieuren der Kunststofftechnik und dem Gründer des Laboratorium für Kunststofftechnik (LKT) am Technologischen Gewerbemuseum (tgm) verliehen und soll unter anderem die enge Beziehung zwischen Industrie und Ausbildung würdigen. Der Ernst Schmitz-Preis wird hierzu an Absolventen der tgm-Kunststofftechnik verliehen, welche durch ihre beruflichen aber auch menschlichen Erfolge eine Vorbildfunktion für die angehenden Ingenieure der tgm-Kunststofftechnik repräsentieren.
Die Laudatio für Herrn Dipl. Ing. Roth wurde von Dipl.Ing. Dr. Christian Kukla gehalten.

Anschließend hielt Herr Dipl.-Ing. Martin Neff, Gruppenleiter "Vertrieb & Technologie Kunststoff-Freiformen" seinen mit Spannung erwarteten Vortrag über das neue Verfahren der Additiven Fertigung aus dem Hause Arburg.

Hierbei handelt es um ein Kunststoff-Freiformverfahren, ähnlich einer Spritzgussmaschine, bei dem Standardgranulat jeglichen Materials verwendet werden kann. Eine Schnecke fördert das Granulat hierzu zu einer Düse, welche die Schmelze über eine Piezomembrane tropfenweise austrägt.

Die wesentlichen Vorteile dieses Verfahrens sind hierzu:
• Es ist das 1. Prototypenverfahren dieser Art, welches die Verarbeitung von Standardgranulat erlaubt.
• Die gute Verbindung der Tropfen gewährleistet hohe mechanische Kennwerte.
• Das Verfahren erlaubt die Kombination mehrerer Materialien (hart-weich Verbindungen, mehrfarbige Produkte).
• Der Toleranzbereich liegt bei etwa ±0,1 mm (abhängig von der verwendeten Düse).
• Das Verfahren gestattet auch die Verarbeitung von Materialmischungen (Masterbatch).
• Es können individuelle Bauteils in einem Arbeitsgang gefertigt werden.

Durch die Verwendung einer 5-Achsen-Maschine zur Steuerung der Bauplattform ist es weiters möglich (rotationssymmetrische) BauteilemitHinterschnitten, ohne eine zusätzlich erforderliche Stützstruktur, zu fertigen.

Nach einer lebhaften Fragerunde und einem kurzen Schlusswort von VÖK-Präsident Ing. Katzmayer lud dieser, namens der Firma Arburg, zum gemeinsamen Abendessen und zum weiteren Diskutieren ein.

Clemens Dietl (4A HKT)







Vom 17.12.2014







Fotos: Copyright by Fotostudio Schuster







 


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