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Festlicher VÖK-Vortragsabend am 4.12.2012

Etwa 130 Personen folgten der Einladung zur festlichen Vortragsveranstaltung der VÖK-Vereinigung Österreichischer Kunststoffverarbeiter und der Gesellschaft zur Förderung der Kunststofftechnik GFKT.

VÖK-Präsident Ing. Leopold Katzmayer freute es sehr, an diesem Abend drei Persönlichkeiten zu würdigen, und zwar: Ing. Harald Bleier (Manager Kunststoff-Cluster Niederösterreich), Hofrat Prof. Dipl.-Ing. Dr. Karl Gissing (Dir. i.R. der HTBL Kapfenberg) und Ing. Mag. Markus Brunnthaler (Geschäftsführer der Miraplast Kunststoffverarbeitungs GmbH).



Verleihung der Goldenen VÖK-Ehrennadeln an Ing. Harald Bleier und Hofrat Prof. Dipl.-Ing. Dr. Karl Gissing

Für Martin Ganz vonMicro Systems (UK) Limited, Niederlassung Österreich, war es eine Freude und Ehre den Laureat, auch Lorbeerkranzträger, Ing. Harald Bleier vorstellen zu dürfen:
1962 in Wr. Neustadt geboren, absolvierte Harald Bleier die HTL Eisenstadt in Maschinenbau. Seine berufliche Karriere begann 1983, als man dem unerschrockenen Draufgänger die Möglichkeit bot, Spritzgießmaschinen bei der Firma Battenfeld in Kottingbrunn zu konstruieren. Sein Talent war nicht zu übersehen, aufgrund dessen wurde er zwei Jahre später zum Gruppenleiter der Automatisierungstechnik befördert; 1997 zum Leiter der Entwicklung für alle Produkte mit Personal- und Budgetverantwortung und einige Jahre später auch für Verfahrens- und Anwendungstechnik.

Unter seiner Leitung wurden von Japan bis Amerika viele neue Produckte entwickelt und an nationale sowie internationale Kunden verkauft. Von technischen Hindernissen ließ er sich nicht einschüchtern. Was es nicht gab, hat Ing. Bleier einfach neu erfunden. So hat er während seiner Tätigkeit dutzende Erfindungen patentieren lassen, um der Firma Battenfeld einen Marktvorsprung zu sichern.

Sein Team, zu dem auch der Laudator gehörte, wurde ständig vergrößert. Als Vorgesetzter führte er sehr väterlich und forderte trotzdem jeden bis an die Grenzen seiner Fähigkeiten. Ing. Harald Bleier war getrieben von der Suche nach Perfektion, nach perfekten Produkten wie auch nach dem perfekten Miteinander. Darum sind ihm geselliges Beisammensein und Feiern sehr wichtig.

Nach 22 Jahren Battenfeld war es im Jahre 2005 Zeit für eine Veränderung: Als Leiter des Kunststoffcluster Niederösterreich Visionen zu verwirklichen wurde seine neue Herausforderung. Seine Innovation war nicht nur auf Technik beschränkt, sondern er konnte auch im Kunststoffnetzwerk viel bewegen.

Für Ing. Harald Bleier gab es beim Clustern keine Grenzen. 2007 wurde zum Beispiel eine Kooperation mit dem Automobilcluster Wien eingegangen.

Nebst vielen erfolgreichen Kooperationsprojekten hat sich Harald Bleier 2008 gemeinsam mit dem KC, dem Land Niederösterreich und anderen Beteiligten wirkungsvoll eingesetzt, die Fa. Battenfeld zu sanieren. Zum Glück wurde die Fa. Battenfeld von der Wiener Familienfirma Wittmann übernommen, was Hunderte von Arbeitsplätzen in Niederösterreich sicherte.

Heute ist Harald Bleier Cluster Manager NÖ Kunststoff und Mechatronic.

Selbst bezeichnet er sich als Entwickler, aber er ist vieles mehr: Er ist ein Visionär, ein Macher und Kämpfer, der über die Landesgrenzen hinaus vernetzt, Menschen und Technologien zusammenbringt, Wettbewerbsvorteile generiert, unterstützt und fördert und stets offen ist für Neues.

So wie Ing. Bleier in der Kunststoffbranche Außergewöhnliches geleistet und bewegt hat, so außergewöhnlich ist er auch als Mensch. Wenn man einen Rat oder Hilfe braucht, ist Harald Beier immer hilfsbereit zur Stelle, ganz egal ob beruflich oder privat.

In seiner Dankesrede betonte Ing. Harald Beier, dass er all dies nicht ohne seine Mitarbeiter und die Unterstützung seiner Frau Gabriele hätte verwirklichen können.


Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Walter Friesenbichler, Leiter Lehrstuhl für Spritzgießen von Kunststoffen, Montanuniversität Leoben, hielt die Laudatio auf Hofrat Prof. Dipl.-Ing. Dr. Karl Gissing.

Dr. Karl Gissing wurde am 23.2.1947 in Breitenau am Hochlantsch, Stmk., geboren.
Nach Absolvierung der Volks- und Hauptschule in seinem Heimatort besuchte er, da es keine HTL in der näheren Umgebung gab, die Bundesfachschule für Bau-, Kunst- und Maschinenschlosserei in Bruck an der Mur und arbeitete von 1964 – 1965 als KFZ-Mechaniker. Erst dann erschloss sich Karl Gissing, Maschinenbau zu studieren, besuchte aber vorher noch, von 1965 – 1969, die Höhere Technische Bundeslehranstalt Kapfenberg, Fachrichtung Elektrotechnik. 1969 begann Dr. Karl Gissing sein Studium an der Montanuniversität Leoben, Fachrichtung Montanmaschinenwesen. Nach Ableistung des Präsenzdienstes kam er bei der Jobsuche zufällig ans Institut für Kunststoffverarbeitung. Beim ersten Gespräch mit Prof. Knappe wurde Dr. Karl Gissing gleich zu einem Stegreifvortrag über seine Diplomarbeit aufgefordert. Prof. Knappe stellte ihn als ersten Assistenten und als seinen Stellvertreter am IKV-Institut für Kunststoffverarbeitung der Montanuniversität Leoben ein. Anfänglich arbeitete Dr. Gissing am Aufbau des Institutes mit und betreute Studien- und Diplomarbeiten. Von 1979 – 1985 beschäftigte er sich vorwiegend mit Forschungsprojekten und Entwicklungsarbeiten für Gewerbe und Industrie. 1980 promovierte er mit seiner Dissertation „Prozessmodell für das Spritzgießen von Thermoplasten“.

Nach dem Wechsel an die HTBL Kapfenberg im Jahre 1985 hatte Dr. Gissing dort mit Kunststoffen vorerst wenig zu tun. Privat übte er seine Tätigkeit als Sachverständiger und freiberuflicher Kunststofftechniker aus.
Auf Dr. Gissings Vorschlag hin wurde von der Schulleitung der HTBL Kapfenberg der Antrag für die Errichtung einer Fachrichtung Kunststofftechnik gestellt. Nach langen Verhandlungen konnte im Schuljahr 1992/93 mit einem Jahrgang Kunststofftechnik begonnen werden. In den folgenden Jahren konnte Dr. Gissing als Jahrgangsvorstand, ab 1997 als Abteilungsvorstand und von 1999 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2009 als Direktor der Schule diese neue Fachrichtung unterstützen.

Seit 2009 arbeitet Dr. Karl Gissing ehrenamtlich bei der Erstellung des neuen Lehrplanes für Kunststofftechnik mit. Seine Hobbies sind die Forstwirtschaft und handwerkliches Arbeiten mit Holz und Stahl. Im Frühjahr 2012 erschien im Stocker Verlag sein Buch „Einfach Schmieden“.

Dr. Karl Gissing nahm die Auszeichnung mit Freude an und dankte der VÖK und seinen ehemaligen Kollegen.


Verleihung des Ernst Schmitz-Preises 2012 an Ing. Mag. Markus Brunnthaler

Zum 25. Mal wurde der Ernst Schmitz Preis verliehen. Ausgezeichnet wurde Herr Ing. Mag. Markus Brunnthaler.

Der Ernst Schmitz Preis wird im Andenken an seinen Namensgeber, dem aufgeschlossenen Menschen Ernst Schmitz, dem großen Pionier der Ausbildung von Ingenieuren der Kunststofftechnik und dem Gründer des LKT - TGM, Laboratorium für Kunststofftechnik am Technologischen Gewerbemuseum (TGM) verliehen.

Herr Ing. Mag. Markus Brunnthaler wurde vom Vorstand der Gesellschaft zur Förderung der Kunststofftechnik GFKT deshalb gewählt, weil er neben seinem erfolgreichen Tun und Wirken als Geschäftsführer und Eigentümer in dritter Generation der Firma Miraplast auch immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Ausbildung von Kunststofftechnikerinnen und Kunststofftechnikern hatte.

In der Laudatio zeigte Herr Dr. Florian Altendorfer die besonderen fachlichen Qualitäten von Markus Brunnthaler auf. Dass er beispielsweise neben der technischen Ausbildung auch Teile seines Wirtschaftsstudiums in Amerika absolvierte gehört genau zu seinem erfolgreichen Lebenslauf, wie die Tatsache, dass Herr Ing. Mag. Brunnthaler ein immer positives Denken und Handeln an den Tag legt, und er somit ein verlässlicher Partner mit großer Entwicklungsbereitschaft ist.
Auch privat geht es mit Herrn Ing. Mag. Brunnthaler hoch hinaus, er absolvierte den Pilotenschein und ist begeisterter Hobbypilot.
Durch seine Vorbildwirkung für angehende Ingenieurinnen und Ingenieure und wegen seiner Bereitschaft, die Ausbildung Kunststofftechnik am TGM zu fördern und zu unterstützen, ist Herr Ing. Mag. Brunnthaler ein besonders würdiger Preisträger im Sinne von Ernst Schmitz.

Der Preis wurde im Beisein seiner stolzen Familie vom Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Kunststofftechnik GFKT, Herrn DI(FH) Klemens Reitinger MSc, verliehen.


Festvortrag der Fa. Biesterfeld Interowa GmbH & Co KG

Alfred Lenze, Product Technical Specialist Delrin von DuPont de Nemours, informierte über „Präzisionsspritzgießen von teilkristallinen Thermoplasten und Delrin Hochleistungspolyacetalen“. Anschließend lud die Fa. Biesterfeld Interowa GmbH & Co KG zum Abendessen in die Clubräume der Beletage des Österreichischen Gewerbevereines. In feierlicher Atmosphäre und mit angeregten Gesprächen klang dieser festliche Vortragsabend aus.




Vom 18.02.2013







VÖK-Präsident KommR Ing. Leopold Katzmayer bei der Eröffnung im Festsaal des Österreichischen Gewerbevereines; Alle Fotos: © Richard Schuster

v.li.n.re.: VÖK-Ehrenpräsident Prof. Dr. Ernst Pöcksteiner, Ing. Harald Bleier, Laudator Martin Ganz und VÖK-Präsident KommR Ing. Leopold Katzmayer

Hofrat Prof. Dipl.-Ing. Dr. Karl Gissing (2.v.l.) mit Laudator Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Walter Friesenbichler (3. v.l.), VÖK-Ehrenpräsident Prof. Dr. Ernst Pöcksteiner (1.v.l.) und VÖK-Präsident KommR Ing. Leopold Katzmayer (1.v.r.)

v.li.n.re.: DI(FH) Klemens Reitinger MSc, KommR Gerhard Brunnthaler, Brigitta Brunnthaler, Ing. Mag. Markus Brunnthaler, Dr. Florian Altendorfer und KommR Ing. Leopold Katzmayer

Produktmanager Peter Kulischek stellt die Fa. Biesterfeld Interowa vor

Referent Alfred Lenze (Stirnseite) mit Mitarbeitern der Fa. Biesterfeld Interowa

 


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