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VÖK-Vortragsabend am 24. April 2012

TGM, HTL Andorf, HTL Bregenz, HTL Kapfenberg
Kurzbericht von Philipp Taschner, 5AHWEU



Auch an diesem Abend begrüßt Ing. Leopold Katzmayer alle zahlreich erschienenen Gäste, zu einem sehr außergewöhnlichen Vortragsabend über den neuen Lehrplan der Kunststofftechnik.

Nach diesen einleitenden Worten wurde das Wort an Dipl. Ing. Helmut Elmecker übergeben, welcher als Abteilungsleiter der Kunststofftechnik am TGM maßgeblich am neuen Lehrplan beteiligt war, um über genau diesen zu sprechen.
Der neue Lehrplan entstand aufgrund der neuen Anforderungen die durch die Zentralmatura auftreten. Denn durch das neue System ist es nötig, an allen Standorten den gleichen Lehrplan zu unterrichten, um die Schüler auf die Matura vorbereiten zu können. Somit findet der neue Lehrplan für Kunststofftechnik ab diesem Jahr in 4 HTLs in Österreich Anwendung. Der neue Lehrplan umfasst in der Fachtheorie 5 neue Kompetenzbereiche welche die Schüler bestens für die Industrie und Wirtschaft vorbereiten sollen.

Nach diesem kurzen Einblick in den neuen Lehrplan, wurde das Wort an AV J. Schwärzler als Sprecher der HTL Bregenz übergeben, um diese HTL vorzustellen.
Da die umliegende Kunststoffindustrie an den Direktor der HTL Bregenz herangetreten war und um die Eröffnung einer Abteilung für Kunststofftechnik gebeten hatten, kam es an der HTL Bregenz zu einem Schulversuch der Abteilung Maschinenbau, welche nun die Möglichkeit hatten den Schwerpunkt Kunststofftechnik zu wählen. Somit gibt es die Kunststofftechnik an der HTL Bregenz mittlerweile seit 6 Jahren und umfasst momentan 120 Schüler.

Danach wurde das Wort an DI. R. Lechner als Sprecher der HTL Andorf übergeben, um auch diese HTL vorzustellen. Am 11. Juni 2001 wurde die Kunststofftechnik als Ausbildungsschwerpunkt für die HTL Andorf gewählt. 2002 begann der Unterricht in provisorischen Unterkünften und der geplante Einzug in das neu errichtete HTL Gebäude ist im September 2012. Die HTL Andorf ist 2 zügig und umfasst momentan 250 Schüler. Besonders hervorzuheben ist, dass jeder Schüler für seine Matura eine Diplomarbeit mit verschiedenen namhaften Projektpartnern durchführt und somit schon früh Kontakt zur Industrie bekommt.

Nach dieser Vorstellung wurde das Wort an AV H. Komatz als Sprecher der HTL Kapfenberg übergeben, um auch diese HTL vorzustellen. Die HTL Kapfenberg hat gesamt 1300 Schüler, davon besuchen 130 Schüler den Zweig Kunststofftechnik. In dieser HTL wurden der erste und der zweite Jahrgang auf den neuen Unterrichtsplan umgestellt, somit wird die HTL Kapfenberg die erste Schule mit Absolventen des neuen Lehrplans sein. Aufgrund der Lage kommt es zu einer engen Zusammenarbeit zwischen der Montanuniversität Leoben und der HTL Kapfenberg. Für den praktischen Unterricht besitzt die HTL 3 Spritzgießmaschinen, ein Ultraschallschweißgerät, Rapidprototyping Anlagen sowie einen Extruder und die Möglichkeit des Vakuumgießens. Weiteres ist das Projekt mit der Wirtschaftskammer Steiermark hervorzuheben, bei welchem ein Diplomarbeitsportal eingerichtet wurde in welchem Firmen die zu vergebenden Diplomarbeiten hineinstellen und sich eine Schule, welche sich mit diesem Thema befassen kann, um diese Diplomarbeit bewerben kann. Somit können auch Klein- und Mittelbetriebe leichter in Kontakt mit den Schulen treten. Die Homepage ist www.bhsdiplomarbeiten.at und hierbei werden nicht nur HTLs sondern alle anderen Berufsbildenden Höheren Schulen der Steiermark mit einbezogen.

Nach dieser sehr interessanten Vorstellungen wurde das Wort an Dipl. Ing Harald Wilhelm übergeben, um die wohl bekannteste HTL, das TGM vorzustellen.
Das TGM hat seit jeher einen engen Kontakt zur Industrie, dies ist auf die drei Standbeine des TGMs zurückzuführen. Diese wären die Ausbildung durch die HTL, das Prüfen durch die auch über Österreich hinaus bekannte Prüfanstalt und das Forschen durch das Laboratorium für Kunststofftechnik welches durch die GFKT und den FFG tatkräftig unterstützt wird. Die Abteilung Kunststofftechnik umfasst momentan 230 Schüler und jedes Jahr werden 30 bis 40 Absolventen in die Wirtschaft entlassen. Das TGM bietet viele Maschinen für den Praktischen Unterricht unter anderem 4 Spritzgießmaschinen, 3 Extruder, eine Hohlkörperblasmaschine, verschiedenste Prüfmaschinen und weitere Geräte die für die fundierte Ausbildung zum Kunststofftechniker notwendig sind. Aufgrund der guten Beziehungen zur Wirtschaft kann das TGM fast jedem Schüler die Möglichkeit an einer Diplomarbeit mitzuarbeiten bieten. Diese Diplomarbeiten wurden nur kurz vorgestellt um nicht die Vorstellung beim Vienna Polymer Day, welcher am 21. Mai am TGM sattfindet, vorweg zunehmen.

Nach diesen Vorstellungen wurde Ing. Frank Böhler, erfolgreicher TGM Absolvent und Geschäftsführer von TECNOPLAST GmbH, gebeten ein Impulsreferat über seine Erfolgsgeschichte zu halten. Nachdem sein Vater 1968 einen Spritzgießbetrieb gegründet hat war klar, dass Frank Böhler auch Kunststofftechniker wird. Somit besuchte er zunächst die HTL Bregenz im Bereich Maschinenbau, jedoch wurde es Ihm ermöglicht das TGM in Wien zu besuchen und somit maturierte er 1981 genau dort. Nach dieser Ausbildung arbeitete er einige Jahre im Betrieb seines Vaters, bis sich schließlich 1991 "boehler-plastic" und "TECNOPLAST" zusammen schlossen und er der neue Geschäftsführer der TECNOPLAST GmbH wurde. Weiteres wurde Frank Böhler 2006 mit dem Ernst Schmitz Preis ausgezeichnet und zählt somit zu den erfolgreichsten TGM Absolventen.

Um die Diskussionsrunde über die Anforderungen der Wirtschaft an die Schulen und Schüler zu starten, beschrieb er seine Vorstellungen. Er behauptet die Wirtschaft braucht Elite-Fachkräfte und die HTL benötigt ambitionierte Schüler welche ein gewisses Basiswissen bereits aus den Pflichtschulen mitbringen. Danach kam es zu einer hitzigen Diskussion bei der vor allem bessere Englischkenntnisse gefordert wurden.

Nach dieser Diskussionsrunde luden die verschiedenen HTLs zu einem Menu und weiteren angeregten Diskussionen in die Clubräume der Beletage des Österreichischen Gewerbevereins ein.


Dokument:   HTL_Praesentationen.zip   


Vom 25.04.2012







 


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