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VÖK-Vortragsabend Fa. Gabriel-Chemie GmbH am 9. Nov. 2011 – Stipendienverleihung

Kurzbericht von Denise Mandt, 5 AHWEU


Einmal mehr begrüßt VÖK-Präsident Ing. Leopold Katzmayer alle, die den Weg ins Palais Eschenbach gefunden haben, zu einem interessanten Abend, auf dessen Plan die alljährliche Verteilung der VÖK-Stipendien an die Schüler des TGM sowie ein Vortrag der Fa. Gabriel Chemie-GmbH standen.

Die Vergabe von Studienbeihilfen an Schüler der Höheren Lehranstalt für Kunststofftechnik am TGM aus dem VÖK-Stipendienfonds hat nun schon seit mehr als 40 Jahren Tradition. Auch in diesem Jahr war der Spendentopf mit über EUR 10.000.-- dank zahlreicher namhafter Spender wieder prall gefüllt. Diese Stipendien sollen für die Schüler einerseits eine Unterstützung und andererseits eine Motivation für die Zukunft sein.

Nach der Verleihung und einigen Fotos mit den glücklichen Stipendiaten, Ing. Leopold Katzmayer und dem stolzen Abteilungsvorstand Dipl.-Ing. Helmut Elmecker stand einem spannenden Vortragsabend nichts mehr im Wege. Ing. Ernst Jakel, Verkaufsleiter der Gabriel-Chemie Österreich, stellte das nun schon über sechzig Jahre bestehende Unternehmen vor. Mit der Gründung im Jahre 1950 durch Josef Houska begann für den Masterbatchhersteller die Erfolgsgeschichte. Im Laufe der Jahre konnten zahlreiche weitere Unternehmensstandorte aufgebaut werden. So war es dem Unternehmen möglich, sich einen Namen in der Branche zu machen. Mit den vielseitigen Produktenlösungen ist es möglich, viele Sparten des täglichen Lebens, wie beispielsweise Kosmetik- und Essensverpackungen aber auch die Einrichtungs- und Bauindustrie, abzudecken.

Dipl.-Ing. Andreas Höllebauer ist Leiter R & D Abteilung, die mit sieben Mitarbeitern und einem eigenen Maschinenpark, mit drei Doppelschneckenextruder, sowie einem eigenen Analytik-Büro auch auf individuelle Kundenwünsche ideal eingehen kann. Mit dem Thema halogenfreie Flammschutzmittel, auf Metall-Phosphor-Basis, die einen guten Kompromiss zwischen mechanischen Eigenschaften und Flammschutz darstellen, gelang es ihm gleich zu Beginn das Interesse der Zuhörer zu wecken. Als Beispiel für solch eine Anwendung führte er Sitzschallen, wie sie in Fußballstadien verwendet werden, an. Hier ist eine Kombination aus UV-Stabilität, Flammschutz und Farbe gefragt, das Unternehmen kann hier eine Farbstabilität von mehr als fünf Jahren garantieren. Mit dem zweiten Themenschwerpunkt, Woodplasticcompounds und der Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von PLA durch Zugabe von WPC, widmete er sich einem zukunftsorientierten Thema. Während reines PLA keine hohen mechanischen Anforderungen erfüllen kann, sind diese durch WPC-Zugabe möglich, dabei wird nur der PLA, jedoch aber nicht der Holzfaseranteil, der bei rund vierzig Prozent liegt, verbessert. Mit den antimikrobiellen Kunststoffen schnitt er noch ein Thema an, das vor allem in der Gesundheitstechnik und in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Gebäuden, aber auch im privaten Gebrauch Anwendung findet. Hier handelt es sich um ein Additiv, mit dem es möglich ist, das Bakterienwachstum an einer Kunststoffoberfläche einzubinden. So können Krankheitserreger und Bakterien nicht so leicht übertragen werden.

Der dritte Vortragende des Abends, Ulf Trabert, Unitmanager der Kosmetikabteilung, stellte eine Beschriftungsvariante der besonderen Art vor. Mit dekorativen Laserbeschriftungen ist es möglich, Markierungen, Codes aber auch sehr feine Strukturen auf die Oberfläche aufzubringen. Durch Zugabe von speziellen Farbadditiven können diese noch individuell, entsprechend der Kundenwünsche, gestaltet werden. Wer hat sich nicht schon über die verblassten Buchstaben auf der PC-Tastatur geärgert? Dies gehört mit diesem Verfahren nun endgültig der Vergangenheit an. Das System punktet mit Beständigkeit, Fälschungssicherheit, aber auch - und das ist besonders in der Lebensmitteltechnik ein wichtiger Punkt - mit Geschmacks- und Geruchsneutralität. Mit vielen Beispielen und Anschauungsmaterial überzeugte er auch den letzten zweifelnden Zuhörer.

Beim anschließenden Essen nutzen daher viele die Möglichkeit, den Referenten noch die eine oder andere Frage zu stellen.


Fotos: R. Schuster


Dokument:   Spenderliste 2011-2012.pdf   


Vom 10.11.2011







VÖK-Präsident Ing. Leopold Katzmayer verliest die Spenderliste

VÖK-Vizepräsident Robert Augmüller überreicht die Stipendien

AV Prof. Dipl.-Ing. Helmut Elmecker (5.v.li) im Kreise der Stipendiaten; VÖK-Präsident Ing. Leopold Katzmayer (1.v.li.) und VÖK-Vizepräsident Robert Augmüller (1.v.re)

Namens der 16 Stipendiaten dankt Denise Mandt den Spendern und der VÖK für die Unterstützung

Ing. Ernst Jakel stellt die Gabriel-Chemie Gruppe vor

 


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