Home | Kontakt | Login | Suche
 
info Veranstaltungsrückblicke


VÖK-Informationsabend am 7. April 2011

Kurzbericht von Denise Mandt und Philipp Taschner, 4AHWEU

An diesem Abend lud der VÖK-Vorstand zu einem Informationsabend über
Die Kunststoffindustrie in Europa,
Neues aus der EU-Gesetzgebung und Neuigkeiten aus Österreich
sowie über die
Europäische Verordnung für Kunststoffe im Lebensmittelkontakt



Zunächst spricht VÖK-Präsident Ing. Leopold Katzmayer, über die zwei größten Kunststoffverbände in Europa, als erstes über den Europäischen Verband der Kunststoffhersteller, Plastics Europe (PE), welcher bereits mehr als 100 Mitglieder in Europa hat und in 31 EU-Ländern somit aktiv vertreten ist. Danach wendet er sich dem Europäischen Verband der Kunststoffverarbeiter, European Plastics Converters (EuPC) zu, welcher mehr als 50.000 Mitglieder und somit mehr als 1,7 Mio. Mitarbeiter umfasst.

Nachdem diesem kurzen Überblick konzentriert er sich auf die EU-Gesetzgebung, Richtlinien und Verordnungen. Er erklärt, dass sich alle Gesetze in drei große Bereiche aufspalten, in Umwelt, Konsumentensicherheit und Gesundheit. Diese Bereiche teilen sich nun wieder in viele kleine Bereiche auf. Ing. Katzmayer hebt hervor, dass bis 2015 alle EU-Länder ein System zur getrennten Abfallentsorgung haben müssen; dieses muss mindesten die Trennung von Papier, Metall, Holz, Kunststoff und Glas beinhalten. Weiters ist mit 30.11.2010 die erste Registrierungsphase für REACH zu Ende gegangen, in welchem alle Stoffe ab einer Produktionsmenge von einer Tonne aufgelistet werden müssen. Außerdem wurde am 14.01.2011 eine neue Kunststoffverordnung im Bereich Lebensmittelkontakt beschlossen.


Dokument:   Folien Ing Katzmayer.pdf   

Anschließend informiert Dr. Dietmar Loidl über die neue Europäische Verordnung für Kunststoffe im Lebensmittelkontakt (Verordnung [EU] Nr. 10/2011). Dr. Loidl erklärt, dass die neue Verordnung nötig ist, um die vielen bereits vorhandenen Rechtswerke in einem gebündelt zusammenzufassen und um EU-weit die gleichen Rechtsgrundlagen zu haben. Zusätzlich sind auch einige neue Produkte in die Verordnung aufgenommen worden, wie zum Beispiel Mehrschichtverbundmaterialien, die nicht nur aus Kunststoff bestehen. Die Verordnung enthält eine POSITIV-Liste aller Materialien, welche für den Einsatz im Bereich Lebensmittelkontakt bewertet wurden und erlaubt sind. Weiters sind die Prüfverfahren für die Materialen strenger geworden. Konnte man z.B. früher noch mit destilliertem Wasser prüfen, muss man jetzt mit zehnprozentigem Alkohol und je nach Anwendung noch zusätzlich länger prüfen. Die Tabellen im Anhang der Verordnung enthalten neben den erlaubten Kunststoffen auch Migrationswerte, Stoffspezifikationen und zusätzliche Bemerkungen. Dr. Dietmar Loidl erklärt, dass die neue Verordnung kompakter und übersichtlicher ist, jedoch wäre eine Liste für Beschichtungen wünschenswert.

Dokument:   Dr Loidl_Europ KunststoffVO .pdf   

Abschließend spricht Ing. Leopold Katzmayer weitere Themen an, unter anderem „Plastic Planet“, das BPA-Verbot in Babyflaschen, die Gründung einer „Recycling-Plattform“ und verweist auf den Weltrekord-Versuch am TGM am 19. Mai 2011.



Vom 12.04.2011







 


website by  Ostry &  Partner /  br-design