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VÖK-Vortragsabend am 22.02.2011 – BASF: Bioabbaubare Kunststoffe

Kurzbericht von Denise Mandt und Philipp Taschner, 4AHWEU

„Bioabbaubare Kunststoffe in Folienanwendungen und der Papierbeschichtung“ war das Thema dieses Vortagsabend, am dem mehr als 140 Personen teilnahmen.



Zunächst spricht Herr Dr. Kai Oliver Siegenthaler, Laborteamleiter, Globale Polymerforschung – Biopolymere, BASF SE, Ludwigshafen, allgemein über den Rohstoffwandel und versucht allen Anwesenden den Unterschied zwischen Biopolymeren und bioabbaubaren Kunststoffen näher zu bringen, um anschließend weiter auf die bioabbaubaren Kunststoffe in der Produktpalette von BASF einzugehen.

Nach diesem kurzen Überblick konzentriert er sich auf die Normen und Auszeichnungen der BASF-Produkte, zum Beispiel "Der Keimling". Dieses Gütesiegel, welches auf jeder bioabbaubaren Tragetasche zu finden ist, besagt nach DIN EN 13432, dass die Tasche bereits nach zwölf Wochen bei industrieller Kompostierung komplett zersetzt ist. Zusätzlich informierte er auch, dass Taschen aus BASF-Materialien bereits nach vier Wochen unter industriellen Bedingungen komplett abgebaut sind.

Das Vorurteil, bioabbaubare Kunststoffe haben meist keine guten Eigenschaften, wiederlegt Dr. Siegenthaler anhand einer Graphik, welche sehr gut verdeutlicht, dass auch diese Produkte gute Eigenschaften haben, zum Beispiel Ecoflex® ist ein Material welches sehr flexibel ist und sehr nahe an die Eigenschaften von PE kommt, zusätzlich ist es auch ein sehr guter product enhancer.

In einem neuen Abschnitt der Präsentation wurde im Zusammenhang mit den bioabbaubaren Produkten von BASF das Nachhaltigkeits-Konzept vorgestellt. Dieses enthält eine Ökoeffizienz-Analyse, welche den ganzen Lebenszyklus eines Produkts betrachtet, für jedes einzelne Produkt. Zudem wurde veranschaulicht, dass nicht jedes Biopolymer eine schlechtere Ökoeffizienz hat und dass nicht jedes Produkt aus bioabbaubaren Kunststoffen größere Kosten verursacht.

Im abschließenden Teil der Präsentation erhielt man noch einen genaueren Einblick in die Produktpalette von BASF. Es wurden schon realisierte Projekte vorgestellt, um die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten zu verdeutlichen.

Nach der sehr interessanten Präsentation folgte eine rege Publikumsdiskussion. Es kam zu interessanten Konversationen über einige Themen, die in der Präsentation nicht angesprochen wurden, zum Beispiel die drastischen Unterschiede zwischen der Zersetzung am Boden und dem Abbau bei der industriellen Kompostierung.

Anschließend lud die BASF Österreich zu einem Abendessen in die Clubräume der Beletage.

Alle Fotos: Richard Schuster




Vom 25.02.2011







Dr. Kai Oliver Siegenthaler

Blick in den Festsaal

 


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