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VÖK-Vortragsabend am 26.1.2010 – Polymer Competence Center Leoben GmbH

"Polymer Competence Center Leoben GmbH – Der F&E-Partner der Kunststoffwirtschaft"

Kurzbericht von Sebastian Hohenauer, 5BHWEU



Auch im neuen Jahr sind die Reihen im Palais Eschenbach wieder gut gefüllt. VÖK-Präsident Ing. Leopold Katzmayer begrüßt alle Anwesenden und bittet den ersten der Vortragenden, Herrn Mag. Martin Payer, Geschäftsführer des PCCL, an das Rednerpult.

Payer stellt das PCCL vor, welches sich als Plattform für eine langfristige Kooperation für Wissenschaft und Wirtschaft versteht, für die nicht der Profit, sondern die Forschung im Vordergrund steht. Durch die Verbindung von Universitäten mit der Kunststoffindustrie deckt das PCCL sämtliche Kompetenzen vom Molekül bis zum Bauteil hin ab. Für Firmen ergeben sich attraktive Förderungen bei Forschungen, die sich auf 50 Prozent des eigentlichen Forschungsgeldes belaufen, welche von öffentlicher Hand bereitgestellt werden. Das PCCL bietet sich als Forschungspartner, Unterstützer beim Abklären von Fördermöglichkeiten und Organisator von Konferenzen an - sowie zur Durchführung chemischer Analysen und Material- und Oberflächencharakterisierungen. Mit ihren sieben Jahren Erfahrung stellt die PCCL eine Plattform dar, die auf internationale Forschungspartner zurückgreifen kann.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kern, wissenschaftlicher Leiter des PCCL, stellt die Forschungsaktivitäten im Unternehmen vor. Es wird F&E entlang der gesamten Wertschöpfungskette angeboten. Die Forschungen werden in die Comet K1-Forschung, also der geförderten Forschung, und in die non Comet Forschung, welche hauptsächlich die Auftragsforschung beinhaltet, unterteilt. Die K1 Forschung spaltet sich weiter in vier Areas auf, die sich von der Chemie des Polymers über dessen Materialdaten, sowie der Werkzeugkonstruktion, Verarbeitungsparametern und Eigenschaften bei Belastungen, bis hin zu Oberflächen- und Grenzflächentechnologien beschäftigen.

Mit den folgenden drei Projektvorstellungen werden die Kompetenzen des PCCL verdeutlicht.

Dr. Sandra Schlögl stellt ihr Projekt „UV-Vernetzung von Naturkautschuk-Latex“ vor. Die Aufgabenstellung war, ein Latex herzustellen, welches auch für Menschen mit einer Latex-Allergie verwendbar ist. Das im Zuge des Projektes hergestellte Latex erreicht bzw. übertrifft die Normwerte für Operationshandschuhe und besitzt eine gute Hautverträglichkeit. Semperit hat bereits eine Produktionsanlage errichtet, welche für 20 Mio. Stück pro Jahr ausgelegt ist.

DI Andreas Frank trägt sein Projekt „Close-Fit-Relining“ vor: Eigenschaften von U-Liner Rohren, welche für das Verfahren der grabenlosen Sanierung von Rohren angewendet werden, wurden überprüft. Diese Prüfungen umfassten visuelle, morphologische, Alterungs-sowie Langzeitprüfungen. Es ergab sich, dass keine negativen Effekte durch das Verformen des Rohres gegeben sind, sondern sogar Verbesserungen hinsichtlich der Eigenspannungen und des Risswachstums gemacht werden.

Dr. Gerald Berger stellt die E-Variotherm-Technologie für den Spritzguss vor. Dieses Verfahren bietet durch eine Beheizung der Kavitätoberfläche mit Niederspannung eine direkte Oberflächenheizung, die Möglichkeit lokaler Heizzonen und eine Variotherm-Technologie ohne Zykluszeiterhöhung.

Zum Schluss verabschiedet sich Ing. Katzmayer von allen Anwesenden und weist auf den nächsten VÖK-Vortragsabend am 23.3.2010 mit der Firma Hasco Austria GesmbH hin.




Vom 02.02.2010







 


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